PV*SOL
Vorteile
- PV*SOL liefert ziemlich genaue Simulationsergebnisse
- Es unterstützt Hybrid- und Batteriesysteme
- Die App verfügt über leistungsstarke 3D-Visualisierungstools
- Diese Software zeichnet sich durch hervorragende Verschattungsanalysen aus
Nachteile
- Für Anfänger ist die Lernkurve steil
- PV*SOL erfordert leistungsstarke Computerhardware
- Die Plattform kann für kleine Nutzer recht kostspielig sein
Software für die Solaranlagenplanung lässt sich in der Regel in zwei Kategorien einteilen: die supereinfachen Programme, die zwar einfach aussehen, aber nicht sehr genau sind, und die superkomplexen Programme, bei denen man das Gefühl hat, man bräuchte eine Fortbildung, nur um überhaupt loslegen zu können. PV*SOL liegt irgendwo dazwischen, tendiert aber eindeutig zur professionellen Seite.
Es ist die Art von Tool, auf die sich Solaringenieure stillschweigend verlassen, wenn sie Ergebnisse benötigen, die tatsächlich der realen Leistung entsprechen. Es ist weder auffällig noch übermäßig vereinfacht – es ist auf Präzision ausgelegt. Und bei der Solaranlagenplanung kommt es vor allem auf Genauigkeit an.
Was ist PV*SOL?
PV*SOL ist im Grunde ein professionelles Solarsimulationstool, das zur Planung und Analyse von Photovoltaikanlagen verwendet wird. Es eignet sich für alles, von kleinen Hausanlagen bis hin zu großen gewerblichen Projekten. Das Prinzip ist ziemlich einfach: Sie erstellen ein virtuelles Modell Ihrer Solaranlage, richten alle Komponenten ein, und dann berechnet die Software die Werte, um Ihnen zu zeigen, wie sich die Anlage im Laufe der Zeit verhalten würde.
Im Gegensatz zu einfachen Solarrechnern berücksichtigt PV*SOL reale Komplexitäten wie Verschattung durch benachbarte Gebäude, Wetterbedingungen, Systemverluste und das Verhalten von Batteriespeichern.
Funktionen
Um einen besseren Eindruck von der Software zu bekommen, hier ihre wichtigsten Funktionen auf einen Blick:
3D-Anlagenmodellierung
Mit PV*SOL können Sie ein vollständiges 3D-Modell eines Gebäudes oder Standorts erstellen. Die App ermöglicht es Ihnen, Solarmodule direkt auf Dächern zu platzieren, Winkel anzupassen und sich ein Bild davon zu machen, wie die Anlagen aussehen werden.
Dies ist besonders nützlich, um potenzielle Verschattungsprobleme sofort zu erkennen, und vermittelt Ihnen ein klares visuelles Verständnis dafür, wie reale Strukturen die Solarleistung beeinflussen.
Erweiterte Verschattungssimulation
Die Software bietet Ihnen einen äußerst detaillierten Einblick in die Verschattung. Sie ermittelt, wie Gebäude, Bäume und andere Strukturen das Sonnenlicht im Laufe des Jahres abschirmen. So überschätzen Sie nicht, wie viel Energie Ihre Anlage produzieren wird – und Ihr Entwurf bleibt realistisch und finanziell tragfähig.
Energieertragsberechnung
PV*SOL nutzt im Wesentlichen reale Wetterdaten und die Leistungsdaten Ihrer Anlage, um dann den Energieertrag Ihrer Anlage stundenweise für das gesamte Jahr zu simulieren. Dies ist sehr nützlich, da es Ihnen hilft, ein ziemlich realistisches Bild davon zu erhalten, wie viel Energie Ihre Anlage tatsächlich produzieren wird.
Simulation der Batteriespeicherung
Sie können die Leistung Ihrer Batterie ganz einfach modellieren, sodass Sie nicht nur raten müssen, wie Energie gespeichert und genutzt wird.
Komponentendatenbank
Die App verfügt über eine umfangreiche Datenbank mit Solarmodulen, Wechselrichtern und Batterien, sodass Sie für Ihre Simulation reale Produkte anstelle von generischen Komponenten auswählen können.
Finanzanalyse-Tools
PV*SOL kann Projektkosten, Einsparungen und die Kapitalrendite schätzen. Sie können verschiedene Tarifstrukturen und Verbrauchsmuster modellieren, was besonders dann nützlich ist, wenn ein Kunde die Amortisationszeiten und langfristigen Vorteile verstehen möchte.
Screenshots
PV*SOL-Preise
PV*SOL ist kein billiges Tool, und die Preise variieren in der Regel je nach Lizenztyp. Die Basislizenz kostet 585,00 EUR (inkl. MwSt.), während die Premium-Version den Preis auf 845,00 EUR (inkl. MwSt.) erhöht.
Integrationen
PV*SOL lässt sich gut integrieren mit:
- 3D-CAD- und Planungstools
- Wetterdatenquellen wie Meteonorm und Meteosyn
- Datenbanken für Solarkomponenten
- Tools zur Berichterstellung
Die Software ist jedoch in der Regel eher ein eigenständiges Desktop-Tool als ein vollständig cloudbasiertes Ökosystem.
So nutzen Sie PV*SOL
Der Einstieg in PV*SOL ist unkompliziert, sobald Sie sich damit vertraut gemacht haben. So richten Sie Ihre Plattform ein:
Installieren Sie die Software

Laden Sie die PV*SOL-App von der offiziellen Website von Valentin Software herunter und installieren Sie sie auf einem Windows-Rechner. Beachten Sie, dass die Software desktopbasiert ist.
Neues Projekt erstellen
Legen Sie zunächst Ihren Projekttyp fest, ob gewerblich oder hybrid. Geben Sie Standortdaten ein, um genaue Wetterdaten zu erhalten.
Erstellen Sie Ihr 3D-Modell
Verwenden Sie den integrierten Editor, um ein Gebäudemodell zu erstellen oder zu importieren. Bei Bedarf können Sie Dächer zeichnen und Flächen manuell definieren.
Fügen Sie Solarkomponenten hinzu
Wählen Sie Module, Wechselrichter und Batterien aus der Datenbank aus. Platzieren Sie diese in Ihrem 3D-Modell und definieren Sie das Systemlayout.
Simulation durchführen
Erstellen Sie Ergebnisse zum Energieertrag. PV*SOL berechnet die stündliche Leistung, Verschattungsverluste und den Systemwirkungsgrad.
Berichte erstellen
Exportieren Sie professionelle Berichte mit Leistungsdaten, Auslegungsdetails und Finanzprognosen für Ihre Kunden.
Häufig gestellte Fragen
Ist PV*SOL für Anfänger geeignet?
PV*SOL ist größtenteils für Fachleute konzipiert. Wenn Sie also gerade erst anfangen, kann es etwas Zeit in Anspruch nehmen, sich richtig damit vertraut zu machen.
Ist PV*SOL besser als kostenlose Solar-Tools?
Ja, was Genauigkeit und Detailgenauigkeit angeht. Aber kostenlose Tools sind für einfache Schätzungen recht schnell.
Kann PV*SOL für Solaranlagen in Privathaushalten verwendet werden?
Ja, aber oft ist es überdimensioniert, es sei denn, Sie wünschen eine detaillierte technische Analyse.
Funktioniert PV*SOL offline?
Ja, diese Software ist eine Desktop-Anwendung und funktioniert nach der Installation ohne Internetverbindung.
Ist PV*SOL in der Branche weit verbreitet?
Ja, insbesondere bei Ingenieuren und Planern, die genaue Simulationsberichte benötigen.
Kann PV*SOL PVsyst ersetzen?
Nicht wirklich. PV*SOL eignet sich am besten für Projekte im Wohn- und Gewerbebereich sowie für batteriegestützte Anlagen, während PVsyst bei Großprojekten glänzt.











